Verschiedene Baustile - Ein Überblick
Möglicherweise findet man Kleidung aus hellem, sehr leichten Leinenstoff ganz wunderbar. Allerdings würde man sich so eher nicht zu einer Wattwanderung anziehen. Auch das geblümte Sommerkleid wird, so sehr es einem auch gefällt, eher nicht für Malerarbeiten geeignet sein.
Die meisten von uns können nun aber nicht ihr Haus wechseln wie Kleidung. Deswegen sollten wir uns gut überlegen, welcher Stil am besten zu uns passt und auch, ob das neue Haus einer gewissen Funktionalität standhält. Die gute Nachricht ist: moderne, qualitativ hochwertige Fertighäuser haben immer auch den praktischen Alltag im Blick. Aber welcher Baustil soll es nun sein? Wir geben einen kleinen Überblick.
Der klassischer Baustil
Die Vorstellung, dass der „klassische Baustil“ nach dem simplen Prinzip „4 Wände, Dach drauf, fertig“ funktioniert, gehört schon lange der Vergangenheit an. Tatsächlich findet man unter dem Label "klassisch" eine große Bandbreite von Haustypen, wobei die vorherrschende Dachform meist das Satteldach ist. Auch findet man bei der klassischen Bauweise eher selten bodentiefe Fenster, aber auch hier gibt es Ausnahmen. Durchdachte Grundrisse und klare Gestaltung schaffen ein gemütliches Zuhause. Welche Raumaufteilung und Ausstattung zu mehreren Lebensphasen passt, entscheidest du im Rahmen der individuellen Hausplanung.
Der mediterrane Stil
Beim mediterranen Stil kommen großzügige Balkone und Terrassen zum Zug. Gekrönt wird das Haus oft von einem Walm- oder Zeltdach mit eher flachem Winkel. Bodentiefe Fenster lassen viel Sonne herein und verleihen dem Haus eine offene und freundliche Atmosphäre, so dass die mediterrane Lebensfreude spürbar wird.
Natürlich ist nicht jedes Haus nach der strengen, reinen Lehre entworfen. Oft werden einfach stilistische Anleihen gemacht, um dem Gebäude das gewisse „Etwas“ zu verleihen. Durch sinnvolle Ergänzungen lässt sich aber ein Stil betonen, zum Beispiel durch das Anlegen eines mediterran anmutenden Gartens.
Bungalows
Der Bungalow erfreut sich seit den 60er Jahren in Deutschland großer Beliebtheit, man denke an den berühmten Kanzlerbungalow in Bonn. Bungalows gibt es klassisch oder als Winkelbungalow. Durch den Winkel ergeben sich sehr schöne Außenräume, bzw. Terrassen, die von den Seiten des Bungalows eingerahmt werden.
Bungalows verbreiten oft das Flair eines Feriendomizils, sind aber selbstverständlich vollwertige Häuser, die eine exzellente alternative zum klassischen Einfamilienhaus bieten. Ein nicht zu unterschätzender Vorteil ist die eingeschossige Bauweise, welche barrierefreies Wohnen ermöglicht.
Für den besonderen Geschmack bieten Häuser im Bauhausstil ein besonderes Wohnerlebnis. Inspiriert durch die berühmte Kunstschule um Walter Gropius aus den 1920er Jahren bieten Häuser im Bauhausstil zeitlose Eleganz.
Bauhaus
Der Bauhausstil verbindet klare Linien, funktionale Strukturen und individuelle Gestaltung. Moderne Materialien und die charakteristische kubische Bauweise prägen das Erscheinungsbild. Die energetischen Kennwerte werden für das konkret geplante Haus berechnet und ausgewiesen.
Stadtvilla
Wenn es etwas mehr sein darf, wird die Stadtvilla gehobenen Ansprüchen gerecht. Der Begriff „Villa“ bezeichnet historisch gesehen einen repräsentativen Landsitz. Im Zuge der Industrialisierung und der Entstehung einer großbürgerlichen Schicht in den Städten wurde dieses Konzept auch auf luxuriöse Residenzen im urbanen Umfeld angewandt.
Stadtvillen verbinden häufig großzügige Wohnflächen mit offenen Grundrissen und großen Fensterflächen. In Fertigbauweise lassen sich Architektur und Ausstattung an die individuellen Wünsche anpassen. Die energetischen Eigenschaften richten sich nach dem jeweiligen Hausmodell, der Gebäudehülle, der Haustechnik und der konkreten Planung.
Quellen: Wikipedia