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Hausfinder
17.05.2021
Lesezeit: 5 Minuten

Wie liest man einen Grundriss?

Bauen
Gut zu wissen

Du planst dein Haus und der Grundriss ist für dich noch ein Buch mit sieben Siegeln? Keine Sorge, mit unserer Anleitung wirst du zum Profi im Lesen von Grundrissen. Erfahre Schritt für Schritt, wie du einen Grundriss richtig liest.

Was ist ein Grundriss?

Ein Grundriss ist die Draufsicht eines Gebäudes. Hier siehst du, wie Räume angeordnet sind und wie das Haus strukturiert ist, er verrät dir auch, wo Wände, Türen, Fenster und fest installierte Elemente eines Hauses platziert sind.– ein essentielles Werkzeug, um die Wohnsituation zu planen und zu visualisieren. 

Maßstab, Legende und Ausrichtung des Grundrisses

Die Zeichnung im Grundriss ist maßstabsgetreu. Der Maßstab gibt an, wie ein Meter in der Realität auf dem Papier repräsentiert wird. Beim Grundrisslesen ist es entscheidend, den Maßstab zu verstehen, die Legende zu deuten und die Ausrichtung zu kennen. Die Legende erklärt Symbole und Abkürzungen, und die Ausrichtung zeigt, wie das Haus zur Sonne und den Himmelsrichtungen steht.

Abkürzungen von Räumen und Geschossen

Das Lesen eines Grundrisses wird stark vereinfacht, wenn du die Abkürzungen und Symbole für verschiedene Räume und Geschosse kennst. Hier eine kleine Orientierungshilfe:

  • SZ steht für das Schlafzimmer, ein Ort der Ruhe und Erholung.
  • WZ ist das Wohnzimmer, dein zentraler Treffpunkt für Familie und Freunde.
  • K bezeichnet die Küche, das Herzstück des Hauses, wo sich alle zum Kochen und Essen versammeln.
  • B steht für das Bad, wichtig ist hier die Nähe zu Schlafbereichen.
  • WC ist die Abkürzung für das separate Toilettenzimmer, oft ein Gäste-WC.
  • AR oder HR steht für Abstellraum oder Hauswirtschaftsraum, hier werden oft Haushaltsgeräte und Vorräte platziert.
  • DG ist das Dachgeschoss, ein flexibler Raum unter dem Dach.
  • KG steht für das Kellergeschoss, häufig genutzt für Lagerung und Technik.
  • EG ist das Erdgeschoss, die Etage, die meist den Eingangsbereich und das tägliche Leben beinhaltet.
  • OG bezieht sich auf das Obergeschoss, oft der Bereich für private Rückzugsorte und Schlafräume.

Jeder Grundrissplaner hat möglicherweise eigene Abkürzungen oder Symbole, daher ist es wichtig, die Legende zu überprüfen, um sicherzugehen, dass du den Plan richtig interpretierst. Durch das Verständnis dieser Kürzel kannst du schnell erfassen, wie das Haus aufgebaut ist und wie die Räume zueinander in Beziehung stehen.

Fenster und Türen im Grundriss richtig lesen

Fenster und Türen sind wesentliche Elemente im Grundriss und geben dir Auskunft über Lichtverhältnisse und Zugänglichkeit der Räume. Im Grundriss erkennst du Fenster häufig an durchgezogenen Linien oder schmalen Rechtecken an den Außenwänden. Die Art, wie diese Linien eingezeichnet sind, kann dir auch zeigen, ob es sich um feststehende oder zu öffnende Fenster handelt. Türen sind meist als unterbrochene Linien dargestellt, die in die Wand eingelassen sind. Die Richtung, in die der Türflügel aufschwingt, ist oft durch einen Bogen oder einen abgewinkelten Strich gekennzeichnet. In manchen Plänen findest du auch Symbole, die Schiebetüren oder doppelflügelige Türen anzeigen. Es ist wichtig, diese Elemente zu verstehen, denn sie beeinflussen maßgeblich die Möblierung und den Fluss durch dein Zuhause. Achte auch auf die Positionierung der Fenster und Türen zueinander, um ein Gefühl für Raum und Bewegungsfreiheit zu bekommen.

Weitere wichtige Bereiche des Grundrisses

Berücksichtige auch die Darstellung von Balkonen, Terrassen oder Gartenflächen. Brüstungen und Kellerräume werden ebenfalls im Grundriss angezeigt und sind für die vollständige Raumaufteilung wichtig.

Tipps zur Erstellung eines eigenen Grundrisses

Die Gestaltung deines eigenen Grundrisses kann aufregend sein, doch es gibt einige Tipps, die du beachten solltest, um deinen Wohnraum optimal zu nutzen:

  • Fange mit dem Haus an: Beim Zeichnen deines eigenen Grundrisses beginne mit dem Umriss des Hauses. Arbeite dich dann von Raum zu Raum vor und verwende einheitliche Symbole für Wände, Türen und Fenster.
  • Alltagstauglichkeit berücksichtigen: Überlege, wie dein Alltag aussieht. Die Küche sollte zum Beispiel im Erdgeschoss liegen und nicht zu weit vom Eingangsbereich entfernt sein, damit die Mahlzeiten in einer geselligen Runde ohne lange Wege genossen werden können.
  • Sonne und Licht einplanen: Räume, in denen du viel Zeit verbringst, wie Küche, Wohnzimmer und Essbereich, sollten auf der Sonnenseite deines Hauses liegen, um natürliches Licht zu maximieren und eine angenehme Atmosphäre zu schaffen.
  • Flexibilität vorsehen: Denke daran, dass sich die Nutzung deiner Räume im Laufe der Jahre ändern kann. Ein Kinderzimmer im Obergeschoss kann später als Gästezimmer dienen, wenn die Kinder ausgezogen sind. Plane Räume so, dass sie sich leicht umfunktionieren lassen.
  • Privatsphäre und Ruhezonen schaffen: Wähle für das Elternschlafzimmer einen ruhigen Platz, idealerweise weg von den Hauptverkehrsbereichen im Haus. Überlege auch, Privaträume wie ein Arbeitszimmer oder ein Rückzugsort für Erwachsene einzuplanen.
  • Anschlüsse und Installationen planen: Bedenke die Anordnung von Sanitär-, Elektro- und Heizungsinstallationen. Badezimmer und Küche sollten beispielsweise nicht zu weit von vorhandenen Anschlüssen entfernt sein, um Kosten zu sparen.
  • Zukunft im Blick haben: Überlege, wie sich deine Lebensumstände verändern könnten. Ein barrierefreies Design kann hilfreich sein, wenn du im Alter im Haus bleiben möchtest. Räume, die heute für Kinder gedacht sind, könnten später als Arbeitszimmer oder für Hobbys genutzt werden.